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Taxi Times D-A-CH Oktober/November 2016

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GEWERBEPOLITIK

GEWERBEPOLITIK BZP-Geschäftsführer Thomas Grätz beim Start der Taxi-PR-Aktion: „eine politische Kampagne“. VERLÄSSLICH IST MODERN Eine neue Taxi-Imagekampagne soll im Wettbewerb mit kapitalstarken Konkurrenten den Fokus auf die eigenen Stärken richten. Auftrag- und Geldgeber der Kampagne ist der Bundesverband Deutscher Taxi- und Mietwagenunternehmer (BZP). Dessen Präsident Michael Müller hob hervor, man wolle sich als Partner und Mitgestalter für innovative Mobilitätsangebote ins Gespräch bringen – „gegenüber einer Zielgruppe, die schon bei uns in unseren Taxis sitzt“. Müller setzt bei der Umsetzung der Kampagne auf die Mitwirkung derer, die an der modernen Verlässlichkeit Tag für Tag mitwirken: Taxifahrerinnen und Taxifahrer, die stolz auf ihre Arbeit sind und gerne darüber sprechen. Die ersten Kampagnen-Motive zeigen denn auch erfahrene Taxifahrerinnen und Taxifahrer. Einen wie Nadir Keskinoglu. Er arbeitet seit acht Jahren als Berliner Taxifahrer und wird auf dem Plakat als muskulöser und hemdsärmeliger Typ dargestellt. Eben passend zum doppeldeutigen Slogan, mit dem Keskinoglu abgebildet wird: „Umdie-Ecke-Bringer“. Die erste – mörderische – Assoziation ist natürlich falsch, die wahre Intention des Plakats wird durch den Erklärungstext deutlich, mit dem man den Fahrgast direkt anspricht: „Egal, wo Sie hinmüssen, wir bringen Sie hin. Das ist gesetzlich geregelt.“ Die Taxifahrerin Sabine Ernst fungiert stellvertretend für die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen als „Retter in der Nacht“. Auch dazu gibt es wieder eine klare Botschaft: „Jedes Jahr bringen wir mehr als 150 Millionen Menschen nachts sicher ans Ziel.“ Eine weitere Botschaft lautet: „Jedes Jahr bringen wir mehr als 72 Millionen Fahrgäste sicher zum Geschäftstermin.“ All diese Botschaften vermitteln eine hohe Leistungsfähigkeit des Taxigewerbes, eine, auf die man sich immer verlassen kann. Und die nur deswegen so gut funktioniert, weil es klare Regelungen gibt, wie eben die Beförderungspflicht für Fahrten um die Ecke oder die Betriebspflicht, damit auch nachts jeder sicher nach Hause kommt. Regelungen, deren Sinn immer wieder auch von politischer Seite angezweifelt wird. Weshalb mit dieser Kampagne auch die Volksvertreter aufgeklärt EINE VERPASSTE CHANCE Ein Kommentar von Jürgen Hartmann Den Start der politischen Taxi-Kampagane mit einem Parlamentarischen Abend zu verknüpfen, war eine sinnvolle Entscheidung. So konnte man die Botschaften quasi persönlich präsentieren. Parlamentarische Abende sind Veranstaltungen, bei denen ein Interessenverband Mitglieder des Bundesparlaments einlädt, um Kontakte herzustellen und den „Kenntnisstand der Beteiligten zu verbessern“, schreibt Wikipedia. Beim Parlamentarischen Abend des BZP am 19. Oktober in Berlin waren zahlreiche Delegierte des BZP anwesend, die Vorsitzenden der Landesverbände, die Vertreter großer und kleinerer Taxizentralen. Von politischer Seite waren parteiübergreifend zahlreiche Mitglieder des Verkehrsausschusses erschienen, also jenes Gremiums, in dem auch die Taxithemen auf der Agenda stehen. Genügend Potenzial zum politischen Austausch. BZP-Geschäftsführer Grätz, Präsident Müller und seine Stellvertreter Schmidt und Zander nutzten diese Chance. Und die anderen? Es gab etliche Tische, an denen die Politiker unter sich saßen, und Tische, an denen die Taxivertreter versammelt waren. „Das ist schon ungewöhnlich“, bestätigte ein Mitglied des Bundestages auf Nachfrage von Taxi Times. „Aber wenn sich keiner zu uns setzen will, haben wir untereinander auch genug andere Themen zu besprechen.“ Hatten wohl etliche der BZP-Delegierten untereinander auch, obwohl man sich zwei Wochen später bei der Taximesse in Köln sowie wiedersehen würde. Die Chance, politische Lobbyarbeit zu leisten, wurde so grandios verpasst. Schade um die Reisekosten. FOTOS: Taxi Times, BZP 6 OKTOBER / NOVEMBER / 2016 TAXI

GEWERBEPOLITIK werden sollen. Das ist auch eine politische Kampagne“, bestätigt BZP-Geschäftsführer Thomas Grätz gegenüber Taxi Times. Nicht zufällig fiel der Startschuss just an jenem Tag, an dem der Bundesverband in Berlin die Bundestagsabgeordneten aller Parteien zum Parlamentarischen Abend eingeladen hatte, auch wenn nicht jeder Gewerbevertreter die Chance zum politischen Informationsaustausch nutzte (siehe unten stehenden Kommentar). Erschienen waren rund 30 Politiker und Müller nutzte die Gelegenheit, bei der Begrüßungsansprache die Kampagne zu erläutern. Das Taxi 4.0 sei in seiner jetzigen Form sehr modern. Bei der Vermittlung käme hoch entwickelte automatisierte Soft- und Hardware zum Einsatz, in die längst auch Taxibestellungen per App integriert wurden. Durch die Schaffung einheitlicher Schnittstellen und die Zusammenarbeit der Taxizentralen könne so mit den Apps von Taxi Deutschland und von taxi.eu in ganz Deutschland und sogar europaweit ein Taxi gerufen werden – über angeschlossene Taxizentralen, die jederzeit erreichbar sind und die komplette Dienstleistungspalette rund um die Taxivermittlung abdecken. Von der Spezialbestellung über Lost’n Dieser Kollege bringt jeden Fahrgast um die Ecke, er hat ja schließlich Beförderungspflicht. -found-Aktivitäten bis zum Beschwerdemanagement. Diese moderne Verlässlichkeit in allen Bereichen wird von der Taxikundschaft geschätzt, von der Politik und den Medien aber immer wieder angezweifelt (siehe Beitrag ab Seite 8). Müller appellierte deshalb an die Landesverbände und Zentralen, die Kampagne zu unterstützen und die Botschaft auf allen Ebenen weiterzugeben. Eine ganz wichtige Rolle nehmen dabei die Taxifahrerin und der Taxifahrer ein. An sie sollen mehrsprachige Pledge Cards verteilt werden. Für die Unternehmer werden die Motive als Werbung für die Seitentüren und für die Kopfstützen zur Verfügung gestellt. Parallel wird die Kampagne auch über die Homepage www.verlaesslich-istmodern.taxi inklusive Blog präsentiert. Von dort kann man sich auch die „Simpleshow“ herunterladen, in der einfach und plakativ jene Vorzüge des Taxigewerbes erklärt werden, auf die es ankommt: Verlässlich ist modern. jh austrosoft weiss datenverarbeitung gmbh a-1130 wien, austria tel +43 1 8776205-0 office@austrosoft.at www.austrosoft.at fms gmbh a-8042 graz, austria tel +43 316 406876-0 office@fms.at www.fms.at Erleben Sie die intelligenteste Profilösung für jedes Taxi Sie wollen Einbauzeiten reduzieren und Fahrzeug-Displaysysteme für alle Taxi-Funktionen nutzen? Sie wollen digitale Grundaufzeichnung automatisiert und papierlos führen? Wir zeigen Ihnen gerne wie Sie einfach und kostengünstig in die FMS-Welt einsteigen können!

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