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Taxi Times DACH - 2. Quartal 2022

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MESSEN & TREFFEN Drei

MESSEN & TREFFEN Drei Ansprechpartner bei MobiTEC: Geschäftsführer Harald Damaschke und seine beiden Mitarbeiter Victor Ermantraut und Andé Wagner (v. l.). Zum Umrüstpaket für einen MB Sprinter zählt bei DIE Transform auch ein Doppelarm-Hub-Lift. FACHMESSE FÜR RETTUNG UND ROLLI Als eine der ersten taxirelevanten Fachmessen kehrte die RETTmobil im Mai von einer zweijährigen Coronapause zurück. Unter den 467 Ausstellern waren auch einige Umrüstspezialisten für die Rollstuhlbeförderung. Die RETTmobil im hessischen Fulda gilt als sogenannte „Blaulichtmesse“, weil dort zahlreiche Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge ausgestellt sind. Da die Grenzen zwischen einem Rettungs- und einem Krankentransportwagen (KTW) aber fließend sind und Letztere wiederum die Mitnahmen von Patienten im Rollstuhl ermöglichen müssen, ist die RETTmobil auch für zahlreiche Umrüst-Spezialisten ein Pflichttermin. Das wiederum macht die Messe auch für all jene Taxi- und Mietwagenunternehmer interessant, bei denen Kranken- oder Freizeitfahrten mit Inklusionstaxis ein wichtiger Geschäftszweig sind. Zu den angesprochenen Ausstellern zählte auch die European Van Service GmbH (EVS) aus Hannover. Das Unternehmen legt bei seinem in Fulda ausgestellten Mercedes Sprinter mit „Innotrans KMP“ großen Wert auf einen flexiblen Einsatz für Taxi- und Mietwagenunternehmen. Bei diesem Systemboden sind die Sitze dauerhaft im Fahrzeug und müssen nicht verschoben, ausgebaut und gelagert werden. Wird einer der vier möglichen Rollstuhlplätze benötigt, werden die betroffenen Sitze gedreht und umgeklappt. „Die Retraktoren für die Rollstuhlsicherung sind fest im Boden eingelassen. Sie können dadurch nicht vergessen werden oder kaputtgehen“, berichtet EVS-Mitarbeiter Tobias Freyer gegenüber Taxi Times. Damit auch Fahrgäste in E-Rollis befördert werden können, wird zudem ein Rollstuhllift für bis zu 350 Kilogramm optional eingebaut. Ebenfalls einen Sprinter mit BTW- Daumen hoch vom niederländischen Tribus-Team für ein Fußbodensystem aus modularen Leichtbauelementen, das auf der RETTmobil erstmals vorgestellt wurde. Umbau bekamen die Besucher auf dem Messestand des Unternehmens DIE Transform aus Nümbrecht im Bergischen Land zu sehen. Interessant für das Taxigewerbe war die Information, dass man aktuell über große Stückzahlen fertig umgebauter Lagerfahrzeuge der Modelle Mercedes Sprinter, Ford Transit und VW Caddy verfüge, die kurzfristig ausgeliefert werden können. Gleich drei taxitaugliche Modelle zeigte der Umrüster MobiTEC aus Berkheim im Allgäu: den Klassiker Caddy Maxi mit Heckausschnitt, einen Opel Combo Life XL mit Elektroantrieb sowie einen Mercedes Citan. Letzterer ist als Lang-Variante mit Heckausschnitt eine Neuheit beim Berkheimer Unternehmen. ALLER GUTEN DINGE SIND DREI Zum Opel Combo E konnte MobiTEC-Mitarbeiter Victor Ermantraut über einige Besonderheiten berichten: „Als erster Aufbauhersteller haben wir beim Umbau dieses Modells mit Heckausschnitt in der Breite nichts eingebüßt, sodass wir unsere MobiTEC-typischen Abmessungen von 865 mm beibehalten können.“ Die Einfahrhöhe liegt mit 1.450 mm nur 20 mm unter der gesamten Fahrzeuginnenhöhe, die Bodenausschnittlänge beträgt 1.280 mm und die Bodenneigung zehn Prozent. „Aller guten Dinge sind drei“ – das dachten sich wohl auch die Mitarbeiter der Firma Activa aus dem münsterländischen Borken. Zusammen mit der Firma API stellte man auf der diesjährigen RETTmobil neben dem Citroën Berlingo auch den Volkswagen Caddy Maxi mit XL-Ausschnitt vor, der dadurch sehr gut für Pflegerollstühle geeignet ist. Interessant war zudem, dass die beiden werksseitigen Einzelsitze in der 3. Sitzreihe trotz Rollstuhlumbau erhalten bleiben. „Das kommt FOTOS: Die Transform, Mobitec, Tribus 14 2. QUARTAL 2022 TAXI

MESSEN & TREFFEN In diesem Mercedes Sprinter ermöglicht der von EVS eingebaute Systemboden die flexible Mitnahme von bis zu vier Rollstuhlfahrer*innen oder von acht Fahrgästen. Bei diesem von ACTIVA umgerüsteten E-Vito kann man den Rollstuhl-Fahrgast in eine waagerechte Position heben. So erlebte ein Taxiunternehmer die RETTmobil vielen Taxiunternehmen sehr entgegen, weil das Fahrzeug somit wieder als 7-Sitzer einsetzbar ist“, berichtet Thorsten Nienhaus von ACTIVA. Das dritte von seiner Firma umgerüstete Fahrzeug war ein Mercedes-Benz e-Vito mit der neuen FlexiRamp PRO, die optional den Rollstuhlfahrer in eine waagerechte Position heben kann. „Das war ein echter Publikumsmagnet“, blickt Nienhaus zurück. Den Blick auf Elektrofahrzeuge hat auch das niederländische Unternehmen Tribus gerichtet. Bei der RETTmobil feierte das Fußbodensystem TriflexAIR 2.0 eine Prototypen-Premiere. Sein besonderes Merkmal ist das ultraleichte Material, das dabei zum Einsatz kommt. „Das neue Bodensystem ist bis zu 35 Prozent leichter als der derzeitige Boden und bietet einen geringeren Kraftstoff- oder Energieverbrauch, wenn es um Elektrofahrzeuge geht“, berichtet das Unternehmen. Dabei steht je nach Kleinbus eine Vielzahl von Sitz- und Rollstuhlkonfigurationen zur Verfügung. Das Unternehmen berichtet von zahlreichen deutschen Umrüstern, die sich in letzter Zeit mit Tribus zusammengetan haben und nun ihre Kleinbusse mit TriflexAIR ausstatten. Die neue Variante 2.0 besteht aus modularen Leichtbauelementen, was zu schnelleren Umbauzeiten und geringeren Versandkosten für die Umrüster führt. Aktuell läuft eine Testphase. Ende 2022 soll dann die Produktion anlaufen. jh EUROPÄISCHE TAXIMESSE: NEUSTART NACH DER ZWANGSPAUSE FOTOS: Activa, EVS, Taxi Times Wie immer in geraden Kalenderjahren wird es auch 2022 eine Europäische Taximesse geben (4. und 5.11.). Nach der coronabedingten Zwangspause ist es der erste Branchentreff nach vier Jahren. Die neuen Verantwortlichen Dr. Michael Stehr und Markus Gossmann haben sich auch für einen neuen Standort entschieden, neuer Veranstaltungsort ist jetzt das Messegelände in Essen. Die Halle dort ist kleiner als die bisherige Kölner Messehalle, sie kompensiert damit, dass die Anzahl an Ausstellern nicht mehr das Niveau von 2018 erreichen wird. Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe haben sich rund 60 Firmen und Unternehmen angemeldet. Auffällig dabei: Auch die Zahl der Fahrzeughersteller hat abgenommen, aus dem asiatischen Raum wird beispielsweise bisher nur Toyota seine Taximodelle ausstellen. Weitere werkseitige Aussteller sind Volkswagen und Volvo. Ford präsentiert sich indirekt über zwei Autohäuser (Fiegl und Bayer) und Mercedes lässt sich ebenfalls nur über seinen im Ruhrgebiet ansässigen Markenhändler Lueg präsentieren. Die bisher übliche Verlosung einer Mercedes E-Klasse, Zugpferd für viele Besucher am Samstag, entfällt damit. Eine Tombola wird trotzdem stattfinden. Im Bereich der Taxipartner werden dagegen alle wichtigen Firmen und Dienstleister vertreten sein, angefangen von fünf Taxameter-Herstellern (Albion, Cabman, HALE, Semitron und Taxitronic) über zahlreiche Software- Anbieter (unter anderem FMS, GefoS, MPC, Seibt & Straub, SuE, Talex) bis hin zu Rolliumrüstern wie AMF oder MobiTEC etc. Dazu einschlägige Versicherer (FVO, Klemmer, Signal Iduna, Württembergische) und Abrechnungsdienstleister (De-Touro, DMRZ). Taxi Times wird alle Aussteller und alles, was sonst für einen Besuch der Taximesse wichtig ist, in einer Spezialausgabe vorstellen. Erscheinungstag ist der 26. Oktober, Anzeigenschluss ist am 27. September. Interessant ist auch das Rahmenprogramm, das genau die Themen widerspiegelt, welche die Taxibranche derzeit am meisten beschäftigen. So findet am Freitag, 4.11. um 13 Uhr eine Podiumsdiskussion statt („Autos, Antriebe und Energieversorgung – Welche Technologien treiben die Taxi- und Mietwagenbranche künftig an?“), ehe es dann im Anschluss daran um die komplexen Herausforderungen geht, die mit Digitalisierung, Mobilitäts-Daten und vernetzten Verkehren auf das Taxigewerbe zukommen. Für den Messeinfos für Samstag ist kein Fachprogramm Besucher und vorgesehen. Der Eintritt zur Messe Aussteller. ist wie immer frei. jh TAXI 2. QUARTAL 2022 15

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