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Taxi Times DACH - 2. Quartal 2022

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HAMBURG NEUES GELD –

HAMBURG NEUES GELD – NEUE FÖRDERUNG Der Hamburger Senat hat eine Aufstockung des »Projekts Zukunftstaxi« beschlossen. Der Etat war sofort wieder vergriffen. NOCH EXKLUSIVER Mitte Juni wurde in Hamburg-Eidelstedt ein zweiter exklusiver Taxistand für E-Taxis eingeweiht. Dort kann mit bis zu 160 kW geladen werden. Eine weitere Million Euro wird ab sofort in die zweite Förderstufe des „Projekts Zukunftstaxi“ fließen. Mit diesem Geld wird man als Ausgleich für die betrieblichen Mehrkosten 100 (!) weitere E-Taxis mit jeweils 5.000 Euro fördern. Darüber hinaus sind Fördergelder für zehn elektrisch angetriebene Inklusionstaxis ausgelobt worden. Neu ist hier die Fördersumme: Anstatt wie bislang 10.000 Euro stehen dann 20.000 Euro pro Förderantrag zur Verfügung. Im Sinne der Gleichbehandlung werden die Förderanträge für 30 E-Inklusionstaxi- Förderungen angepasst. Konkret heißt das, dass sich die Fördersumme verdoppelt. NACH EINER WOCHE ALLE WEG Nur eine Woche nachdem die Bürgerschaft zusätzliche Mittel für das „Projekt Schon jetzt sind die E-Taxis nicht mehr aus Hamburg wegzudenken. Zukunftstaxi“ bereitgestellt hat, sind alle zusätzlichen Förderanträge bereits vergeben. Die Frist für die Inbetriebnahme der E-Taxis (bislang 30. Juni 2022) wird auf den 31. Dezember 2022 ausgeweitet. Das Ersuchen für eine dritte E-Taxi-Förderstufe ist von der Hamburgischen Bürgerschaft bereits ausgesprochen worden. Die notwendigen Fördermittel sind schon beantragt. sg NOCH MEHR HAMBURGER TAXITHEMEN Zur Eröffnung des HPC-Charger am neuen Taxistand am S-Bahnhof Eidelstedt war auch Hamburgs Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks (Mitte) erschienen. Der neue Taxistand stellt eine echte Hamburger Premiere dar, ist er doch der erste Taxistand im öffentlichen Raum, der über eine Ladesäule verfügt. Damit die Exklusivität gesichert ist, wurde der Stellplatz vor der Ladesäule mit entsprechenden Bodenmarkierungen und Schildern versehen. Betrieben wird die Ladesäule von Stromnetz Hamburg im Rahmen des „Projekts Zukunftstaxi“. An dem HPC-Charger (High Power Charger) kann mit maximal 160 kW geladen werden. Sind beide Ladepunkte (CCS) in Benutzung, dann stehen maximal 80 kW Ladestrom zur Verfügung. Alternativ kann auch mit Wechselstrom (max. 22 kW) geladen werden. Die Besonderheit an diesem Taxiposten ist, dass dort die Fahrzeuge neben Funkaufträgen auch Laufkundschaft anund aufnehmen dürfen. Im Umkehrschluss bedeute dies aber, dass die Nutzung der Ladesäule in Verbindung mit einer Pause nicht zulässig ist, wie Dirk Ritter von der Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende betont. Aktuell sind knapp 180 E-Taxis in Hamburg unterwegs. Damit die Ladeinfrastruktur für die angepeilten 460 E-Taxis ausreicht, sind insgesamt 40 DC-Ladesäulen geplant. sg FOTO: BVM 22 2. QUARTAL 2022 TAXI

MÜNCHEN BRENNENDES TAXI Weil in der Hofeinfahrt der Münchner Taxigenossenschaft ein Taxi in Brand geriet, mussten die Bürogebäude inklusive Telefonzentrale evakuiert werden. GESTAFFELTE PREISE In München gelten seit 1. Juni neue Taxipreise. Neben einer Preisanpassung wurden auch drei kilometerbezogene Festpreis - optionen eingeführt. FOTOS: Taxi München eG, Graphik Raufeld Beim Versuch, den Brand selbst zu löschen, erlitt der Fahrer Verbrennungen an seiner Hand sowie eine Rauchgasvergiftung. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte das Taxi löschen. Da es allerdings zuvor zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war, war giftiger Brandrauch auch in zwei angrenzende Bürogebäude gezogen, der dann von der Feuerwehr mit Hochleistungslüftern aus den Gebäuden geblasen werden musste. Während dieser Zeit mussten auch die Mitarbeiter*innen der Telefonzentrale der Taxi München eG unbeschadet das Gebäude verlassen. „Die Fahrtenvermittlung war dadurch allerdings nicht beeinträchtigt“, bestätigte Taxi-München-eG-Vorstand Thomas Kroker auf Nachfrage von Taxi Times. Man habe sofort zusätzliche Mitarbeiter*innen informiert, die dann von ihren Homeoffice-Arbeitsplätzen aus die Taxibestellungen aufgenommen haben. Weil die Taxibranche auch während des Corona-Lockdowns weiterhin die mobile Daseinsvorsorge aufrechterhalten hat, hatten Taxizentralen in ganz Deutschland auf Homeoffice umgestellt und dies auch nach den Lockerungen noch teilweise aufrechterhalten. „Das kam uns nun zugute“, berichtet Kroker. Laut übereinstimmender Medienberichte entstand am Taxi Totalschaden und am Gebäude ein Sachschaden von rund 15.000 Euro. jh Beim Brand dieser E-Klasse wurde auch die Decke der Hofeinfahrt stark beschädigt. NOCH MEHR MÜNCHNER TAXITHEMEN Bis zu einer Höchstgrenze von 5, 10 oder 45 Kilometern kann ein Fahrgast auch einen Festpreis bezahlen. Weitaus schneller als allgemein üblich hat die Landeshauptstadt München eine vom Taxigewerbe beantragte Anpassung der Taxitarife bewilligt. Zwischen Antragstellung und Gültigkeit zum 1. Juni 2002 waren nur wenige Wochen vergangen. Neu im Münchner Taxitarif sind seitdem Festpreisoptionen, die für drei Entfernungsstufen definiert sind. Zum Festpreis von 20 Euro kann man eine Taxifahrt bis zu maximal 5 Kilometer buchen, bis maximal 10 Kilometer sind es 34 Euro, bis maximal 45 Kilometer 115 Euro. BEI STAU PROFITIERT DER KUNDE Der Tarif kann vom Kunden optional vor Antritt der Fahrt gewählt werden. Überschreitet eine zum Festpreis vereinbarte Fahrt die maximale Entfernung, schaltet sich ab dem Moment automatisch der Taxameter ein. Ohne vorherige Festpreisvereinbarung wird der Fahrpreis wie bisher auch per Taxameter ermittelt. „Interessant sind die Tarife dann, wenn die Verkehrslage Staus erwarten lässt, die sich negativ auf den Gesamtfahrpreis auswirken“, wird das Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) als zuständige Genehmigungsbehörde in der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert. Sie sollen zudem die Kosten planbarer und transparenter machen. jh Taxi auf Knopfdruck Jetzt ausprobieren! Taxiklingel.com TAXI 2. QUARTAL 2022 23

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