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Taxi Times DACH - 3. Quartal 2020

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ÖSTERREICH NEWSTICKER

ÖSTERREICH NEWSTICKER GRÜNE TAXIS AUF DEM VORMARSCH TAXI VERSINKT NACH HAGELSCHAUER Als die Feuerwehr in Jennersdorf zur Bergung eines Taxis gerufen wurde, musste sie zunächst unverrichteter Dinge wieder umkehren: Das Großraumfahrzeug war nicht auffindbar. Es war im Wasser verschwunden und sollte erst 30 Stunden später wieder auftauchen. Was war passiert? Am 14. August hatte die 4.000-Einwohner-Stadt im Burgenland ein Unwetter mit schweren Regenfällen und Hagel getroffen. Es überraschte auch Phi lipp Janosch, Fahrer beim Jennersdorfer Stadttaxi. Er war zum Zeitpunkt des Unwetters auf der sogenannten Bauernautobahn von Grieselstein nach Jennersdorf unterwegs. Sie führt dabei durch ein 2017 eröffnetes Rückhaltebecken und ist normalerweise ohne Behinderungen befahrbar. „Diesmal wurde der Taxilenker jedoch von den Wassermassen überrascht und musste sein Taxi im Rückhaltebecken zurücklassen“, berichtete die Jennersdorfer Feuerwehr. Er konnte sich schwimmend aus dem Taxi zum nächstgelegenen Rand retten. Die Feuerwehr konnte bereits kurze Zeit nach dem abgesetzten Notruf das Fahrzeug nicht mehr lokalisieren. Der Wasserspiegel war zu rasant angestiegen. Erst am übernächsten Tag – rund 30 Stunden nach dem Unwetter – war der Wasserspiegel wieder so weit abgesunken, dass eine Zufahrt möglich war und das Fahrzeug geborgen werden konnte. „Mit dem Kran des schweren Rüstfahrzeuges konnte das Fahrzeug aus dem Rückhaltebecken gehoben und anschließend aus dem Becken geschleppt werden“, beschreibt die Feuerwehr ihr Vorgehen. Der Taxilenker dürfte diesen Freitag wohl nie mehr vergessen – und auf ewig dankbar sein, dass er sich noch retten konnte. hs In Österreichs Millionenmetropole Wien sowie in der 200.000-Einwohner-Stadt Linz haben die beiden örtlichen Taxizentralen 40100 (Wien) und 2244 (Linz) das Bestellmerkmal „Green Taxi“ eingeführt. Damit können Kunden telefonisch oder auch per App (auch über taxi.eu) speziell Taxis bestellen, die mit einem Hybrid- oder Elektro- Antrieb ausgestattet sind. In Linz sind das laut Aussage von 2244 bereits 40 Prozent aller angeschlossenen Taxis, vornehmlich Toyotas der Modellreihe Prius und Prius+. Erkennbar sind die Fahrzeuge an einem grünen Aufkleber auf den Türen. Noch höher als in Linz ist der Anteil umweltschonender Taxis in Wien. Hier fahren bereits 54 Prozent aller 40100-Taxis mit alternativen Antrieben – ebenfalls größtenteils Toyota Prius+. „Wer ein Green Taxi bestellt, wird aber auch von einem Ford Mondeo CNG, einem Hyundai Ioniq oder einem Toyota RAV4 abgeholt“, verkündet ein Zentralensprecher. Der Name Mercedes taucht bei dieser Auflistung nicht mehr auf. Der einstige unangefochtene Taxi-Marktführer im deutschsprachigen Raum zollt damit der Tatsache Tribut, dass man seit Jahren keine taxitauglichen Modelle mit alternativen Antrieben anbieten kann. jh Erkennbar am grünen Aufkleber: die „Green Taxis“ von Linz TAXIZENTRALE STELLT SICH DEM FREE-NOW-WETTBEWERB Seit Ende Juli bietet der mytaxi-Nachfolger Free Now seine App-Vermittlung in Linz an. Man gehe dort mit zunächst 25 Fahrzeugen an den Start, die auch alle mit einem Trennschutz ausgestattet seien, berichteten lokale Medien. Free Now tritt damit in den Wettbewerb mit der dortigen Taxizentrale 2244, die dann auch prompt ebenfalls die Werbetrommel rührte. Zum einen, in dem man den hohen Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben hervorhob (siehe obigen Beitrag), zum anderen, indem man ebenfalls den Schutz vor Ansteckung in den Fokus rückte. Taxis mit Trennschutz können bei der Taxizentrale sowohl telefonisch als auch per App unter dem Merkmal „Safe Taxi“ bestellt werden. 60 Prozent der Flotte verfügten bis Ende Juli über einen solchen Schutz. jh FOTOS: Taxi 2244 Kirchner, Feuerwehr Jennersdorf 24 3. QUARTAL 2020 TAXI

www.taxi-times.taxi Material- und Einbaukosten SCHEUER ERSTATTET TRENNSCHUTZ-UMRÜSTUNG Folie oder Polycarbonat? DIE ANBIETER IM ÜBERBLICK Tipps und Vorgaben TÜV UND BG VERKEHR FORDERN UNFALLSCHUTZ 2. QUARTAL 2020 FAHRZEUGE ERGÄNZUNG ZUR TRENNSCHUTZ-ÜBERSICHT Seit Erscheinen der großen Taxi Times-Übersicht über die Anbieter verschiedener Trennschutz-Lösungen ist deren Anzahl noch mal gewachsen. Ein Nachtrag mit bisher noch nicht erwähnten Firmen. Das Bottroper Unternehmen Brabus hat mit dem Produkt „Corona Curtain“ einen Trennschutz entwickelt, der TÜV-geprüft ist und inklusive einer Unbedenklichkeitsbescheinigung geliefert wird. Er ist aus einer flexiblen Polycarbonat-Folie gefertigt und wird variabel mittels Gummibändern an der Mittelkonsole und den Rücksitzschalen sowie mithilfe von Halte- und Gleitbändern an den Haltegriffen im Dachhimmel befestigt. Dadurch können die Sitze weitestgehend individuell verstellt werden. Die Montage kommt ohne jegliches Schrauben und Bohren aus und die gesetzeskonform verwendeten Materialien sind alle aus dem Automobil-Bereich. Zudem wurde die Konformität der Airbags abgeprüft und eine Kopfaufprall-, Zug- und Splitterprüfung durchgeführt. Die Abtrennung ist aus einer glasklaren flexiblen Folie gefertigt und garantiert uneingeschränkte Durchsicht. Der „Corona Curtain“ ist für MB und viele andere Fahrzeugtypen ab netto 130,25 Euro zgl. Versand erhältlich. ba-vertrieb@brabus.com Für nahezu alle Fahrzeugtypen, darunter auch der VW Touran, hat die Firma HJS Emission Technology aus Menden im Sauerland eine Hygiene-Schutzfolie entwickelt. Sie wird ohne Verschraubung (was auch einen rückstandslosen Rückbau garantiert) und mithilfe von Spanngummis an den Seiten der beiden Vordersitze fixiert, wobei die Vordersitze weiterhin verstellbar sind. HJS verspricht universelle Einsatzmöglichkeiten in Fahrzeugen wie Taxis, Mietwagen und Krankentransportern. Das Set, für das keine Eintragung nötig ist, kann noch vor Ort auf jedes Maß zugeschnitten werden. vertrieb@hjs.com Korrektur: Im Taxi Times-Special „Trennschutz“ haben wir das bei Apporo/Taxiglas verwendete Material als „Polyethylen“ bezeichnet. Das dort vorgestellte Produkt ist allerdings ein klassisches Folienprodukt. info@taxiglas.de FOTOS: Hersteller Die in Garbsen ansässige Agentur Komma bietet ein siebenteiliges Trennschutz-Montageset an. Es besteht aus einer durchsichtigen Trennschutzfolie, die am oberen und unteren Rand eingefasst ist, Montagematerial und zwei Corona-Trennschutz- Aufklebern. Der Trennschutz mit den Abmessungen 1.000/1.200 mal 500 mm soll innerhalb von zehn Minuten montiert werden können und ist als Einheitsgröße, die in allen gängigen Pkw und Kombi-Modellen passen soll, erhältlich. Dank der flexiblen Montage können beide Vordersitze individuell eingestellt werden. Ein einzelner Trennschutz kostet netto 69 Euro. Bei Abnahme mehrere Exemplare ist ein Mengenrabatt möglich. info@agentur-komma.de FOTO: Name Name TRENNSCHUTZ TAXIS MIT TRENNSCHUTZ DEUTSCHLAND RÜSTET UM Eine Sonderausgabe zum Thema Trennschutz ist bei Taxi Times im Juni 2020 erschienen. Sie kann unter redaktion@ taxi-times.com bestellt werden (Versand als PDF). TAXI 3. QUARTAL 2020 25

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