Aufrufe
vor 3 Wochen

Taxi Times DACH - 4. Quartal 2022

  • Text
  • Essen
  • Europäische taximesse
  • Fotos
  • Fahrzeuge
  • Unternehmen
  • Deutschland
  • Berlin
  • Taxizentralen
  • Taximesse

EUROPÄISCHE TAXIMESSE

EUROPÄISCHE TAXIMESSE ETM VERMITTLUNGSSOFTWARE Wenn man sich bei Taxibetrieben und bei Taxizentralen auf der Messe umhört, werden weit über 80 Prozent der Taxifahrten über telefonische Bestellung abgewickelt. Der Anteil an App-Bestellungen ist also nach wie vor gering, wächst aber zusehends. Die Vermittlung der Bestellungen in die Fahrzeuge wird nahezu ausnahmslos digital vollzogen. Entsprechend hoch war auf der Taximesse die Präsenz der Anbieter für Zentralen- und Vermittlungssoftware (17). Nahezu alle haben zudem auch eine App entwickelt. Als neues Thema ging es auch um entsprechende Software-Lösungen für die Integration des Taxis in On-Demand- Verkehre. Die Firma ESM aus Hannover ist Software-Spezialist für Bedarfsverkehre und setzt das „AnSaT“-System mittlerweile in beinahe 100 Landkreisen und kreisfreien Städten deutschlandweit ein. Auf der Messe präsentierte man Lösungsvorschläge, wie mithilfe der Schnittstelle VDV 459 AST die bereits bei den Unternehmen vorhandenen Taxivermittlungssysteme auch für die Durchführung der Bedarfsverkehre genutzt werden können. u ESM hat mit „AnSat“ eine spezielle Software für On-Demand-Verkehre. PERSÖNLICHE ANSPRECHPARTNER IN DEN TELEKOM SHOPS Local Heroes für Geschäftskunden! Unsere Digitalisierungsprofis für Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen wissen, wie Sie ganz konkret profitieren können: Vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin in Ihrem Telekom Shop und informieren Sie sich dort über die Vorteile für Sie als Mitglied des Taxiverbands! Es lohnt sich. Terminvereinbarung

Kundengespräche in Wohnzimmeratmosphäre bei FMS Auch das Unternehmen Savvy Mobility mit Sitz in Luxemburg zeigte On-Demand- Lösungen, mit denen Taxis so in den ÖPNV integriert werden können, dass beide Seiten davon profitieren. Savvy hat dafür eine flexible End-to-End-Software entwickelt, die aus einer Fahrgast-App, einer Fahrer-App und einem Dispositions-Interface besteht. Das seit Jahren bewährte und bei vielen Taxizentralen eingesetzte Fahrtenvermittlungssystem „OptiTAX“ stand im Mittelpunkt des Messestandes beim Stuttgarter Soft- und Hardware-Unternehmen Seibt & Straub. Informieren konnte man sich über aktuelle Neuentwicklungen wie den „VoiceCTRL Robot“ für die automatische Auftragsannahme per Telefon oder passende Lösungen zur Umsetzung der Mobilitätsdatenverordnung. Um sich jederzeit mit externen Speziallösungen vernetzen zu können (z. B. Buchungsplattformen oder On-Demand-Software), verfügt das „OptiTAX“-System über leistungsstarke Schnittstellen. Das österreichische Unternehmen fms/Austrosoft setzte bei seinem diesjährigen Messekonzept ganz auf Kommunikation mit seinen bestehenden und zukünftigen Kunden. Auf den wohnzimmerähnlichen Sitzgruppen waren während der beiden Messetage zahlreiche Vertreter großer wie kleiner Taxizentralen anzutreffen – im Austausch mit den Chefs und Software-Entwicklern. Zu den Neuentwicklungen zählt die Tabea-Taxiplattform, über die Fahrten landesweit an Taxis vermittelt und automatisch abgerechnet werden können. Der erste Nutzer dieser Plattform ist die Deutsche Bahn, das Konzept wird aber auch für viele weitere Großkunden interessant sein. Weitere Neuheiten waren eine neue Fahrer-App mit integrierter Kartenzahlung, digitale Bestellkanäle wie der fms Callbot, der 1click.taxi, die Bestell-App und das Businessportal. STARKER ANDRANG Während fms/Austrosoft, Seibt & Straub wie auch Gefos (hatten einen Messestand gemeinsam mit Taxi Deutschland) mit ihren Softwarelösungen viele Großstadtzentralen bedienen, haben Softwareunternehmen wie MPC aus Neubeckum oder die Talex mobile solutions (taxi.de) zahlreiche Mehrwagenbetriebe als Kunden, die betriebsintern oder als Zentrale deren Vermittlungssystem nutzen. Die hohe Akzeptanz dieser beiden Softwareschmieden wurde dadurch deutlich, dass deren Messestände an beiden Tagen sehr gut besucht waren. „Uns blieb nicht einmal Zeit, um auf die Toilette zu gehen“, berichtete ein MPC- Mitarbeiter gegenüber Taxi Times. „mybooking&dispatch“ ist der Name von Frognes neuem Vermittlungssystem für kleinere und mittlere Zentralen. Es ist eine „hosted solution“, was bedeutet, dass keine Installation beim Kunden vor Ort nötig ist. Die Anwendung ermöglicht unter anderem schnelle Eingaben für Sofort-, Vor- und Mehrfachbestellungen. Speziell für die Planung von Schülerbeförderungen und den sozialen Fahrdienst gibt es bei Frogne eine „SchoolApp“. Sie erlaubt beispielsweise Eltern, bestehende Touren in Echtzeit anzupassen, zu löschen oder auch neue Touren zu buchen. Für die schnelle Taxibestellung per Click sorgt seit Jahren die Firma Taxibutler aus Amsterdam in den Niederlanden. Die bekannten Versionen ONE und PRO werden nun um die Variante QR-Butler erweitert. Damit können Kunden ihr Taxi selbst bestellen, beispielsweise direkt vom Hotelzimmer aus und ohne vorher irgendeine App herunterladen zu müssen. Das gleiche Prinzip verfolgt die mit Telekom-Technik ausgestattete Taxiklingel, die vom Eschborner Unternehmen best.ways vertrieben wird. Dessen Messestand war ein wenig versteckt, hatte aber trotzdem permanent genügend Besucher. Die ganze Welt in 3 mal 3 Meter großen Planquadraten zeigte das Unternehmen what3words. Jedem Planquadrat wurde eine Adresse, bestehend aus drei Wörtern, zugeteilt. Dadurch lässt sich jeder Standort punktgenau definieren und finden. Wenn Kunden also bei der Adressangabe anstelle einer ungenauen Straßenecke oder falschen Hausnummer ihre Drei-Wort-Adresse angeben, kann diese exakte Adresse den Fahrer*innen als Abholpunkt angezeigt werden. Die Integration einer solchen Software dürfte für Taxizentralen interessant sein. FOTOS: Taxi Times 14 4. QUARTAL 2022 TAXI

TaxiTimes D-A-CH