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Taxi Times DACH - 4. Quartal 2022

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EUROPÄISCHE TAXIMESSE

EUROPÄISCHE TAXIMESSE ETM Ein roter Teppich für den bZ4X: Der Stromer feiert als Taxi in Essen seine Premiere. Der neue Multivan ist technisch nicht mit dem T6.1 verwandt. WENIGER HELLELFENBEIN Auf der Europäischen Taximesse waren in diesem Jahr werkseitig nur drei Fahrzeughersteller vertreten. Doch diejenigen, die da waren, zeigten vollen Einsatz. FOTOS: Taxi Times Außer Toyota, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volvo mit der Submarke Polestar waren in diesem Jahr keine weiteren Fahrzeughersteller auf der Taximesse zu sehen. Damit wurde bei dem Branchentreff ein Trend bestätigt, der schon lange vorher eingeläutet worden war. Einerseits hat sich Mercedes mit seinem Pkw-Programm vom Taxigewerbe abgewendet, andererseits sahen viele andere Hersteller keine Notwendigkeit, in die Lücke zu springen, weil deren Fahrzeuge nur mit langen Lieferzeiten bestellbar sind. Das ist zwar auch bei Volvo nicht so leicht, dennoch waren auf dem Messestand der Schweden ein Volvo V90 und ein vollelektrischer XC40 Recharge Pure Electric zu sehen. Jener XC40 Recharge Pure Electric wird in der Basisversion mit maximal 231 elektrischen Pferden angetrieben. Das reicht aus für einen Spurt von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 7,4 Sekunden. Zuvor wurde das vollelektrische SUV ausschließlich mit zwei Motoren angeboten, die zusammen 408 PS leisten. Leistungsdaten, die er sich mit dem Polestar 2 teilt, der analog zum XC40 zum Marktstart auch nur in der Topversion zu haben war. Dank der aufwendigen Technik verfügten Volvos und Polestars erste Stromer zwar über Allradantrieb und Fahrleistungen, wie man sie früher nur von einem Sportwagen kannte, allerdings ist der Preis auch entsprechend hoch. Den XC40 Recharge Pure Electric, der mittlerweile ebenso erhältlich ist, gibt es ab 37.665,55 Euro netto in Verbindung mit der günstigsten Ausstattungsvariante „Essential“. Serienmäßig ist der XC40 dann bereits mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Zwar hatte auch Volvo einige Lieferschwierigkeiten in diesem Jahr, trotzdem zeigte sich der Taxiverantwortliche Holger Schmidt mit den Verkaufs- und Bestellzahlen für Volvo- u TAXI 4. QUARTAL 2022 5

EUROPÄISCHE TAXIMESSE ETM Mit seinem Taxi-Angebot ist Volvo derzeit ein heißer Anwärter für alle ehemaligen Mercedes-Fahrer*innen. Die VW-Nutzfahrzeuge-Taxi-Klassiker Caddy und T6.1 waren auf dem Messestand von zwei ID. Buzz eingerahmt. Taxis sehr zufrieden. Hier machte sich auch positiv bemerkbar, dass Volvo trotz des Angebotsmangels weiterhin an seinem großzügigen Taxirabatt festhielt – teilweise sogar bis zu 35 Prozent. Mit Ausnahme des SUV XC90 sind zudem die Folierung und das Taxipaket bereits inbegriffen. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass der Taxirabatt beim bislang einzigen Stromer, dem XC40, auf 13 Prozent schrumpft. VOLKSWAGEN NUTZFAHRZEUGE ZEIGT ALLES Schmidt konnte auf der Taximesse gemeinsam mit Vertretern des exklusiven Volvo-Umrüsters Adler Funk- und Taxameterservice alle Fragen der interessierten Besucher beantworten. Direkt neben den drei ausgestellten Volvo-Modellen (inklusive eines Volvo-Bobby-Cars in Hellelfenbein) zeigte Polestar auf dem gleichen Stand mit einem Polestar 2 sein derzeit einziges Modell, welches als Taxi erhältlich ist. Während Volkswagen Pkw durch Abwesenheit glänzte, zeigte Volkswagen Nutzfahrzeuge auf einem großzügigen Stand sein komplettes Programm für die Personenbeförderungsbranche. Neben einem Caddy, einem T6.1 als Caravelle und einem Crafter mit Rolliumbau stand auch der neue Multivan mit auf dem Parkett. Ihn kann man auch als das bislang einzige Modell von VW Nutzfahrzeuge mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb ordern. Auch wenn er rein optisch nah am T5/T6 ist, handelt es sich bei dem neuen Multivan um eine völlige Neuentwicklung, die sich des MQB-Baukastens bedient, der bereits bei rund vierzig Fahrzeugen des VW-Universums zum Einsatz kommt. Der neue Multivan hat das Zeug zu einem Business-Shuttle. Im Vergleich zum T6.1 ist er vier Zentimeter breiter. Das spürt man vor allem im Innenraum. Selbst stämmige Personen finden leicht hinter dem Lenkrad Platz. Auch in der Länge hat der Multivan zugelegt. Die Basisversion kratzt an fünf Metern Außenlänge. Insgesamt unterstützen die neuen Proportionen einen besseren (und notwendigen) Fußgängerschutz, haben aber auch einen sehr positiven Einfluss auf die Aerodynamik. Wer auf Platz im Kofferraum angewiesen ist, sollte in jedem Fall auf die Langversion des Multivans zurückgreifen. Sie ist 200 Millimeter länger. Am Radstand ändert sich allerdings nichts, denn die Karosserieänderungen beschränken sich ausschließlich auf den Überhang hinter der Hinterachse. Dieser ist rein optisch so gut ausgefallen, dass der Unterschied bei den beiden Karosserievarianten auf den ersten Blick kaum festzustellen ist. Wie an nahezu jedem Stand waren auch bei VW Nutzfahrzeuge vollelektrische Fahrzeuge zu sehen. Die beiden ID. Buzz gaben einen Vorgeschmack darauf, wie ein zukünftiges E-Taxi aussehen könnte. Joachim Flämig stand während der gesamten Messe in seiner Funktion als VW-Nutzfahrzeug-Ansprechpartner für Gespräche zur Verfügung, was die Messebesucher*innen gerne AUTO + SOFTWARE IM LEASING-PAKET Eine Premiere hatte das irische IT-Unternehmen iCabbi, das unter den Fittichen der Renault-Tochter Mobilize auf dem europäischen Kontinent große Fortschritte macht. Gemeinsam mit Mobilize startete iCabbi in Madrid den Roll-out der speziell für die Personenbeförderung entwickelten Mobilize Limo, kombiniert mit der iCabbi-Software. Paris soll der nächste Schritt sein. Auffällig an dem Paket: Das Auto und das iCabbi- System werden zusammen geleast. Der Taxiunternehmer muss also kein Fahrzeug oder Automatisierungspaket kaufen. Die Frage ist natürlich, welches Automatisierungspaket auf dem lokalen Markt schon dominiert und welches bei den Taxizentralen am beliebtesten ist – und ob iCabbi dazu passt. wf Die Limo von Mobilize fährt vollelektrisch und soll speziell auf den harten Einsatz im Straßenverkehr ausgelegt sein. FOTOS: Taxi Times 6 4. QUARTAL 2022 TAXI

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