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Taxi Times DACH - November 2017

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VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN VERANSTALTUNGEN Die Seminarteilnehmer in Berkheim auf dem Gelände der Firma MobiTEC. TAXIUNTERNEHMER TREFFEN ROLLI-UMRÜSTER Bei zwei themenreichen Tagesseminaren konnten sich die Leser von Taxi Times spannende Vorträge anhören und praxisgerechte Rollstuhlfahrzeuge ansehen. Wir fassen das Wichtigste zusammen. Mit den beiden inhaltsgleichen Veranstaltungen läutete Taxi Times Anfang September den Seminar-Herbst ein. Krankenfahrten standen dabei im Vordergrund, eingerahmt von Infos zur Betriebsübergabe und zu den politisch geplanten Änderungen des Personenbeförderungsgesetzes. Anstelle von Tagungshotels waren die Teilnehmer zu Gast bei zwei Firmen, die sich auf die Umrüstung von Fahrzeugen zu Rolli -Taxis spezialisiert haben. MobiTEC in Berkheim im Allgäu und Reha Automobile im niedersächsischen Bad Zwischenahn haben ein breites Angebot an Umrüstlösungen – was beide zwischen den Seminarvorträgen mit einer kleinen Fahrzeugausstellung und einem Betriebsrundgang allen Teilnehmern demonstrierten. Das Seminar selbst startete mit einer Thematik, mit der sich ein Taxiunternehmer nur einmal im Leben beschäftigten muss – dem Betriebsübergang. Referent dazu war der Unternehmensberater Siegfried W. Kerler, der nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung bei der IHK hauptsächlich Transportunternehmen aus den Bereichen Spedition, Logistik und Personenbeförderung unterstützt. Beim Betriebsübergang gibt es zwei Möglichkeiten: Verkauf an einen unabhängigen Dritten oder Übergabe an Familienmitglieder bzw. enge langjährige Mitarbeiter. Ersteres sollte mindestens drei Jahre vorher, die interne Übergabe mindestens zwölf Monate vorher in die Wege geleitet werden. BETRIEBSÜBERGABE ZUM JAHRESWECHSEL Beim internen Übergang auf die nächste Generation müssen im Vorfeld viele Fragen geklärt werden: Ist das Familienmitglied willens und in der Lage für eine Übernahme? Liegen die erforderlichen subjektiven Voraussetzungen vor? „Eltern schätzen Kinder manchmal zu positiv ein“, warnt Kerler. Gut wäre es, wenn der Nachfolger eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat und vorher bei einem anderen (artverwandten) Betrieb gearbeitet hat. Als idealen Übergabetermin nannte Kerler den Jahreswechsel zum 31. Dezember. Damit spare man sich eine zusätzliche kostenpflichte Bilanz- oder GuV-Ermittlung. Viele wertvolle Tipps hatte der Unternehmensberater auch für den Verkauf des Taxibetriebs an externe Interessenten parat. So sollte man beispielsweise vor Verhandlungsbeginn eine Vertraulichkeitsvereinbarung verbunden mit einer Konventionalstrafe treffen sowie bereits im Vorfeld die Liquidität und die subjektiven Voraussetzungen des Käufers überprüfen. Bei der Berechnung des Firmenwerts empfiehlt Kerler die sogenannte Stutt garter Methode. Vom Gewinn vor Steuern werden verschiedene Posten, etwa außerordentliche Aufwendungen, abgezo gen und Posten, wie der Verlust aus Debito renabschreibungen, dazugezählt, um daraus einen sogenannten bereinigten Gewinn zu ermitteln. Dies geschieht auf Basis der letzten drei Geschäftsjahre. Der Wert des ältesten der drei Jahre wird mit eins multipliziert, das zweite Jahr mit zwei und das zurückliegende Geschäfts jahr mit dem Multiplikator drei angesetzt. Die Summe da raus muss dann durch sechs geteilt werden. Zum so ermittelten wirtschaftlichen Wert des Unternehmens werden dann noch die Werte aus Fahrzeugbestand, Konzession, Funkgeräte etc. addiert. „Nicht zuletzt dadurch ist es immens wichtig, die Planungen für einen Unternehmensverkauf mindestens drei Jahre vor der Realisierung zu beginnen“, mahnt Kerler. In diesen drei Jahren empfiehlt es sich, noch mal richtig FOTOS: Taxi Times Der Unternehmensberater Siegfried W. Kerler war der Hauptreferent. Gas zu geben. Denn je erfolgreicher das Unternehmen bilanztechnisch dasteht, umso höher wird die Verkaufssumme. Der letzte Gewinn soll sich lohnen. Wenn sich allerdings nur noch der Verkauf lohnt, macht es auch keinen Spaß. Ein Taxi- und Mietwagenunternehmen rentabel zu führen, ist aktuell eine echte Herausforderung. Vor allen Dingen dann, wenn ein Großteil der Fahrten Beförderungen im Auftrag der Krankenkassen sind. Doch wie kommt man an Serien- und Dialysefahrten, wenn die Kasse und nicht mehr der Patient das Taxiunternehmen auswählt? Wie kann man wieder konkurrenzfähig werden? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen helfen vor unlauterer Konkurrenz? Mit zwei Vorträgen von Siegried W. Kerler und einer Produktpräsentation eines Internetportals nahm dieser Themenkomplex den größten Teil des Tagesseminars ein. VERSTEIGERUNGSPORTALE IN DER KRITIK Von den regionalen Krankenkassen organisierte Internetausschreibungen sind Unternehmen wie Verbänden ein Dorn im Auge – geht es dabei doch nur darum, die Fahrten an den günstigsten Anbieter zu vergeben. Ähnlich umstritten sind Portale Sofort verfügbar. Taxi Lagerfahrzeuge: z. B. Ford Kuga und Ford Tourneo Connect mit Heckausschnitt. Alle Fahrzeuge unter www.ford-taxi.de Seminarteilnehmer in Bad Zwischenahn. wie DMRZ oder De-Touro, die ihre Leistungen den Krankenkassen anbieten. De-Touro stellte beim Herbstseminar von Taxi Times die beiden Varianten seiner Plattform vor. Neben den Fahrten, die gegen Preisabgabe ersteigert werden kön nen, werden auch Touren angezeigt, bei denen der Preis auf Basis getroffener Rahmen vereinbarungen festgelegt ist. Taxiund Mietwagenbetriebe, die sich die De- Touro-App kostenlos im App-Store oder bei Google heruntergeladen haben, müssen bei der Registrierung ihr Gebiet per Postleitzahl definieren und bekommen anschließend die Fahrten aus genau jener Zone angezeigt. Allerdings werden beim Erstangebot noch keine exakten Daten zur Uhrzeit der Fahrt angegeben, was die Seminar teilnehmer als unpraktisch bezeichneten, denn ein rechtsverbindliches Gebot zur Fahrgastübernahme könne so nicht abgegeben werden. Positiv lässt sich dagegen die automatisierte und digitalisierte Kostenab rechnung unmittelbar nach Fahrtende bewerten. Der Fahrgast quittiert die Fahrt und den Fahrpreis per elektronischer Unterschrift. Der Unternehmer bezahlt an HMM Deutsch land, den Provider der De-Touro-Plattform, eine feste Provision von zwei Prozent des Umsatzes. Bisher nutzen das Portal nur einige Regionalkassen. Mit der Barmer GEK ist u CITROËN REDUZIERT MIT ADBLUE Mit welchem System kann man die Abgasnorm Euro 6 möglichst effizient erreichen? Citroën setzt hier auf in Wasser gelösten Harnstoff, besser bekannt als AdBlue. „Mit Hilfe einer Harnstoffeinspritzung können die Stickoxid-Emissionen (NOx) um bis zu 90 Prozent gesenkt werden“, erklärte Bernd Große Holtforth, noch bis Jahresende Taxichef bei Citroën Deutschland, während des Herbstseminars von Taxi Times. Für den Hersteller bedeutet dies allerdings, dass er einen SCR-Kat für eine selektive katalytische Reaktion verbauen muss und zusätzlich noch einen beheizbaren Tank für die AdBlue-Flüssigkeit, was einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeutet und eine frühzeitige Einplanung bei der Konstruktion der Fahrzeuge notwendig macht. Ein SCR-Kat bringt im Vergleich zum NOx-Speicherkat einen erheblich größeren Kosten- sowie Produktionsaufwand mit sich, ist aber in puncto Schadstoffausstoß deutlich im Vorteil, da er ohne jegliche innermotorische Lösung auskommt. sg 16 NOVEMBER / 2017 TAXI UTO PIEROTH … die bessere Wahl GmbH & Co. KG Auto Pieroth GmbH & Co. KG Siemensstraße 4, 55543 Bad Kreuznach taxi@auto-pieroth.de Rufen Sie ihren Taxi-Spezialist Marco Sauer an 0671 834 15-21

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