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Taxi Times DACH - November 2017

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Sichern Sie sich jetzt Ihre .taxi-Adresse! Die Schnellsten kriegen die Besten! ALLES BILLIG, ODER WAS? GASTKOMMENTAR In der Kürze liegt die Würze! pfeffer.taxi Belästigungsfrei nach der Party nach Hause, dafür garantiert das Taxigewerbe. »Frauen-Nacht-Taxis« sind ein wichtiges Serviceangebot der Taxibranche, ein Zuschuss der Gemeinden wäre sinnvoll. Wie die Stadt Garbsen damit nun allerdings umgeht, ist geschmacklos. salz.taxi Seit 2015 gibt es die Möglichkeit, Domain-Adressen mit der Endung .taxi zu erwerben. Sichern Sie sich jetzt Ihre Wunschadresse* unter www.registrieren.taxi: • muster.taxi • 12345.taxi „Noch ist der Anteil an Online-Bestellungen ja überschaubar, aber diese Plattform wird immer wichtiger. Auch mit der Adresse 81111.taxi sind wir darauf vorbereitet.“ Frauen-Nacht-Taxis haben sich in unterschiedlichen Ausprägungen und Definitionen nahezu überall in der Republik durchgesetzt. Das ist gut so. Sie gehören meist zum festen Bestandteil des ÖPNV-Angebots. Gerade in Zeiten, in denen sich in unserem Lande Bürger mehr und mehr um ihre persönliche Sicherheit sorgen, sind solche Angebote nötig und vor allem sinnvoll. Bereits seit 1983 wird dieses Personenbeförderungsmodell erfolgreich praktiziert. Es nahm seine Anfänge in Berlin und wurde in der Universitätsstadt Tübingen 1985 vom Gemeinderat beschlossen. Die Stadt Bielefeld folgte mit einem Modellversuch, seit 1994 werden dort Frauen – bezuschusst von der Stadt – von der nächsten Haltestelle ihres Busses oder ihrer Bahn nach Hause gebracht. DER ÖRTLICHE VERKEHRS- VERBUND BETEILIGT SICH Die Bandbreite der Variationen hat sich seither vielfältig weiterentwickelt: So wird im Bereich der Landeshauptstadt Stuttgart beispielsweise ein Pauschalbetrag von fünf Euro seitens des örtlichen Nahverkehrsunternehmens SSB ab der entsprechenden Bushalte- oder S-Bahn-Einsteigestelle gezahlt, in Bremen gilt ein genereller Rabatt von 20 Prozent für alle Unternehmer gleichermaßen und ohne städtische Subventionszahlung, was wiederum bei manchen Unternehmen nicht gut ankommt. Der Antrag, den rabattierten Frauen-Taxitarif zu kippen, wurde nach zahlreichen Protesten seitens der Politik abgelehnt (Taxi Times berichtete in seiner letzten Ausgabe). GARBSEN VERSTEIGERT DEN FRAUEN-NACHT-TAXITARIF Von sich reden macht da gerade die zweitgrößte Stadt in der Umgebung von Hannover, die Gemeinde Garbsen. Bereits vor einigen Jahren hat man sich dort, vermutlich angesichts klammer Gemeindekassen, dazu entschieden, das Frauen-Nacht-Taxiangebot meistbietend zu versteigern. Es soll derjenige Taxiunternehmer, der neben der städtischen Förderung den größten Eigenanteil an dem Geschäft trägt, den Zuschlag zum exklusiven Nacht-Taxiangebot erhalten. Ein Modell, vor drei Jahren mit einem Anteil von 8,1 Prozent des meistbietenden örtlichen Taxiunternehmers vergeben, führt nun zur Neuausschreibung – und siehe da, der örtliche Mitbewerber übernimmt auf einmal 31,5 Prozent der Kosten. Aus Sicht der Stadt natürlich ein unschlagbares Angebot. Drei – zwei – eins – vergeben. Jeder kennt ja zwischenzeitlich die zumindest fragwürdige Vorgehensweise von Kostenträgern, Krankenfahrten im Internet auszuschreiben und an den Bewerber mit dem geringsten Gebot zu vergeben. Das führt teilweise zu erheblichen Unterschreitungen rahmenvertraglich ausgehandelter Fahrtentgelte – von einer Unterschreitung des offiziellen Taxitarifs ganz zu schweigen. Hier hat das Vorgehen allerdings zwei Dimensionen: Einerseits ist es schlichtweg Axel Ulmer ist ausgebildeter Volljurist mit Schwerpunkt Verwaltungsrecht/PBefG und fungiert als Unternehmensberater für die Ulmer Consulting UG in Kaiserslautern. geschmacklos, die Sicherheit von Frauen auf dem nächtlichen Nachhauseweg zum Gegenstand einer Versteigerung zu machen. Andererseits schreibt nun mal der Gesetzgeber vor, dass im Taxigewerbe ruinöser Preiswettbewerb zu unterbleiben hat. Wenn dann also die Genehmigungsbehörde diesen in Teilbereichen geradezu initiiert, ist das schlichtweg der falsche Weg. Preisverhandlungen gehören auf den Basar, nicht in die Amtsstuben von Genehmigungsbehörden. Nur die Einhaltung der festgelegten Tarife garantiert den Betrieben vernünftiges und professionelles Wirtschaften. Und solange diese gesetzgeberische Vorgabe zu beachten und gültig ist, sollte sich die Gemeinde nach einer anderen Finanzierungsmöglichkeit umsehen. Gute Vorbilder für das Funktionieren ohne Versteigerung gibt es ja genug. au Remmer Witte, Prokurist der Oldenburger Acht-Elf-Elf das Taxi GmbH mit 18 Fahrzeugen Wunschadresse sichern, so lange sie noch zu haben ist: www.registrieren.taxi FOTOS: Fotolia / diego cervo, Taxi Times DIE WICHTIGSTEN TAXITHEMEN Damit Sie nichts verpassen, schicken wir Ihnen jede Woche die aktuellen Neuigkeiten aus der Taxibranche als Newsletter. Jetzt anmelden! www.taxi-times.taxi/newsletter *Die neue .taxi-Adresse kann auf eine bestehende Web-Adresse umgeleitet werden. TAXI NOVEMBER / 2017 33

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