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Taxi Times DACH - September 2017

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ANTRIEB Eher eine

ANTRIEB Eher eine „kleine Limousine“, die sich dennoch am Design des FX3, FX4 und TX4 orientiert. AUS DIESEL WIRD ELEKTRIK Der Hersteller des klassischen London- Taxis hat im Juli Details zum komplett neu motorisierten Modell enthüllt und dazu auch gleich einen Großabnehmer außerhalb Englands präsentiert. Es scheint, als käme nur ein Taxi für Londons Ultra Low Emission Zone (ULEZ), die im Januar 2018 eingeführt wird, infrage – auch wenn Nissan immer noch versucht, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Bei einer Veranstaltung im historischen Londoner Hafenviertel stellte das Unternehmen London Electric Vehicle Company (LEVC) – das bisher unter dem Namen London Taxi Company (LTC) bekannt war – in diesem Sommer das neue London-Taxi mit Elektromotor vor. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Name des neuen Modells enthüllt. Traditionsgemäß enthält es das TX und lautet nun TX eCity. Das Unternehmen lenkte zudem die Aufmerksamkeit auf seine internationalen Bestrebungen und gab bekannt, von RMC mit der Lieferung von 225 TX-eCity-Fahrzeugen beauftragt worden zu sein. RMC – eines der größten Taxiunternehmen und gleichzeitig einer der größten Mobilitätsanbieter der Niederlande mit Sitz in Rotterdam – wird darüber hinaus als Importeur für die Beneluxstaaten fungieren. Die Fahrzeuge werden Anfang 2018 taxiwin_2016_10.qxp_Anzeige 09-2016 06.10.16 15:03 Seite 1 Deutschlands günstigster Anbieter mit 25 Jahren Erfahrung • Speicherung nach INSIKA ® Standard nur 6 €* • Speicherung auch mit Keysystem möglich Elektronisches Fahrtenbuch taxiwin GbR · Thrasoltstr. 3 · 10585 Berlin *zuzügl. USt., je Monat und Taxi Tel.: 030 41999689 · Email: info@taxiwin.de · www.taxidaten.de ausgeliefert und von dem Amsterdamer Verkehrsdienstleister AOV, der derzeit bei RMC unter Vertrag ist, für das Befördern von Menschen mit eingeschränkter Mobilität eingesetzt. UNTERSTÜTZUNG DURCH EINEN BENZINMOTOR In der finalen Version des neuen London-Taxis wird ein hoch entwickelter Elektromotor mit einem sogenannten „Range Extender“ kombiniert, einem als „Reichweitenverlängerer“ fungierenden Verbrennungsmotor, der während der Fahrt als Generator dient. Dank dieser Technologie hat der TX eCity eine Reichweite von über 600 km, von denen er knapp über 100 Kilometer völlig emissionsfrei zurücklegt. Bei der Diskussion über die Vorteile, die der TX eCity für die Fahrer mit sich bringt, sagte Chris Gubbey, der Geschäftsführer von LEVC: „Dank unsere jahrzehntelangen Erfahrung als Hersteller des London-Taxis, das mittlerweile Kultstatus erreicht hat, wissen wir am besten, was im Bereich der gewerblichen Personenbeförderung gefragt ist. Mit dem erstklassigen Design und modernster Konstruktionstechnik aus Großbritannien sowie aufgrund des technischen Know-hows unseres Schwesterunternehmens Volvo werden unsere Fahrzeuge dazu beitragen, das Stadtleben zukunftsweisend zu verändern. Verglichen mit unserem Dieselmodell, das derzeit noch im Einsatz ist, sparen Taxifahrer mit dem TX eCity jede Woche 130 Euro an Treibstoffkosten.“ LEVC will den TX eCity noch dieses Jahr auf den Markt bringen. Die Tests, bei denen das neue Modell schon der extremen Hitze in der Wüste in Arizona und den eisigen Temperaturen am nördlichen Polarkreis ausgesetzt wurde, sind in der finalen Phase. Probefahrten – sowohl für Fahrer als auch Fahrgäste – sind für Oktober angedacht. Eine große Nachfrage erwartet LEVC vor allem in London, wo der TX eCity auf den Markt gebracht wird. Doch von Taxi Times geführte Interviews zeigen, dass Londons Taxi fahrer nicht ganz so begeistert von dem neuen Modell sind. „Erst mal FOTOS: LEVC 26 SEPTEMBER / 2017 TAXI

ANTRIEB Aus der bisherigen London Taxi Company (LTC) wurde jetzt LEVC. Der künftige Arbeitsplatz eines Londoner Taxifahrers präsentiert sich sehr modern. abwarten, was der Wagen kostet. Momentan wird über einen Preis von 60 000 Pfund (63 000 Euro) spekuliert. Tja, und man selbst hat dann nur einen TX4 oder einen Mercedes Vito zu ver kaufen, die dank der neuen Umweltzonen, in denen Dieselautos nicht mehr fahren dürfen, auf dem Londoner Markt nichts mehr wert sind.“ WERTVERFALL DER BISHERIGEN LONDON-TAXIS Chris Gubbey, der Geschäftsführer von LEVC, traf folgende Aussage, ohne genauere Angaben zu dem Preis des TX eCity zu machen: „London nimmt bei der Einführung von strikten Maßnahmen zur Senkung der Emissionen von Taxis und Kleinbussen eine Vorreiterrolle ein. Wir gehen davon aus, dass Elektrofahrzeuge in ein paar Jahren in der gewerblichen Personenbeförderung nicht nur weite Verbreitung gefunden haben, sondern sogar von Städten auf der ganzen Welt gesetzlich vorgeschrieben sein werden, was LEVC weltweit vielversprechende Möglichkeiten eröffnet.“ Mit nach vorne gerichtetem Blick verabschiedete sich LTC nicht nur von dem Namen TX5, sondern stellte sich bei der Veranstaltung im Londoner Hafenviertel auch als LEVC neu vor und unternimmt so den nächsten Schritt auf dem Weg hin zu einem zukunftsorientierteren Unternehmen. LEVC ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des chinesischen Automobilherstellers Geely, der insgesamt 325 Millionen Pfund (365,5 Millionen Euro) in das Unternehmen investiert hat. LEVC hat es sich zum Ziel gemacht, auf der ganzen Welt zum Taxi lieferanten Nummer eins zu werden. „Heute ist ein bedeutender Tag für unser Unternehmen, für Städte auf der ganzen Welt, für die Umwelt und die Luft, die wir atmen, und natürlich auch für die Taxifahrer“, sagte Chris Gubbey. „Der Start von LEVC als weltweit erster Elektrofahrzeughersteller, der sich ausschließlich auf die Produktion von Fahrzeugen für die gewerbliche Personenbeförderung konzentriert, ist ein Zeugnis für Großbritanniens Pionierarbeit.“ wf VIEL NEUES HINTER TRADITIONELLEM DESIGN Das London-Taxi-Modell FX3 wurde 1948 von den in Coventry ansässigen Unternehmen Mann & Overton, Carbodies und Austin (später unter dem Namen London Taxi Company bekannt) in Zusammenarbeit hergestellt und setzt seit jeher den Design-Standard für alle nachfolgenden London-Taxis. Der TX eCity, LEVCs neues Elektroauto, vereint die Erfahrung des Unternehmens als Taxi-Hersteller mit bewährtem Elektroantrieb und modernsten Werkstoffen. Durch das Beibehalten des traditionellen Designs – angefangen bei dem FX3 über den FX4 (1958) und der TX-Serie (ab 1997) – entstand eine Kombination aus Tradition und Moderne. Der typische rechteckige Kühlergrill und die kreisrunden Scheinwerfer wurden durch das runde Tagfahrlicht, eine schlichte Linienführung und einen in den Kühlergrill eingepassten Chromrahmen in ein deutlich zeitgemäßeres Design integriert. Die hinteren Türen, die im 90-Grad-Winkel aufschwingen, bieten mehr Platz zum Ein- und Aussteigen und erinnern an einen 1930er Austin Saloon, von dem das neue Design auch zum Teil inspiriert wurde. wf • Taxi-Lösungen • Absenkfahrzeuge • Sitzumbauten • Ein- & Ausstiegshilfen • Fahrhilfen für Aktivfahrer • Chamäleon-Modelle MobiTEC GmbH & Co. KG Robert-Bosch-Straße 6 D-88450 Berkheim +49 83 95 / 91 00 89-0 info@mobi-tec.de www.mobi-tec.de Mobilität ohne Grenzen!

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