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Taxi Times International - August 2015 - English

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GLOBAL TAXI NETWORK

GLOBAL TAXI NETWORK GLOBAL TAXI NETWORK Ein Teil der taxi. eu-Crew am Transportation Desk im Pressezentrum. NEWSTICKER GTN: MARKE UND VERNETZUNG ESC-Taxis vor der Wiener Stadthalle. Künstler einstiegen und vor allen Dingen vor meist laufenden Kameras wieder ausgestiegen sind. „Die Verhandlungen für diese Kooperation zogen sich über Monate hin“, erzählt Hartmann. „Wir wollten uns diese Chance, bei einem der größten europäischen Medien-Ereignisse taxi.eu zu präsentieren, nicht entgehen lassen.“ Als Wiener Taxizentrale hätte diese Art von Marketing wenig Sinn gemacht, deshalb startete Hartmann die Anfrage beim App-Betreiber fms Systems sowie bei den taxi.eu-Partnerzentralen und bekam sofort grünes Licht. Dadurch war auch die finanzielle Basis für die Partnerschaft mit dem ESC-Veranstalter, dem österreichischen Fernsehsender ORF, geschaffen. GEGENLEISTUNG WAR DIE EXPERTISE Über die genaue Höhe des Geldflusses haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart, doch man habe deutlich weniger als andere Event-Supplier bezahlt, betont Hartmann, unter anderem auch deshalb, weil man ein umfangreiches Paket an Gegenleistungen in die Waagschale werfen konnte. Hartmann meint damit nicht nur die vielen Taxifahrten, deren Wert innerhalb des Supplier-Pakets verrechnet wurde (Die Fahrer fuhren gesetzeskonform mit laufendem Taxameter und bekamen ihr Entgelt von Taxi 40100), sondern in erster Linie die Expertise, DAS FAZIT Rund acht Wochen nach der Veranstaltung ziehen die Verantwortlichen von taxi.eu und Taxi 40100 ein positives Fazit. Man habe einen sehr hohen PR- und Marketingeffekt erreicht. Viele Wiener Firmen ordern jetzt bevorzugt Umwelttaxis. Das lässt sich wunderbar in deren öffentliche Öko-Bilanz integrieren. Doch nicht nur Wien, auch die anderen beteiligten Partnerzentralen nutzten die Event-Partnerschaft für ihre PR-Maßnahmen, allen voran die frisch gewonnenen taxi-eu-Partnerzentralen in Athen, Istanbul, Belgrad und Köln, die dabei vor allem auf die Verbreitung in den Social-Media- Kanälen setzten. Taxi Berlin präsentierte ein eigens gebrandetes ESC-Taxi. Noch wichtiger allerdings als die PR- Wirkung ist die Botschaft innerhalb des Taxigewerbes. „Seit dem ESC erhalten wir fast täglich Anfragen von Taxizentralen aus ganz Europa und teilweise sogar darüber hinaus. Sie alle wollen sich an die Marke taxi.eu anschließen“, berichtet Her- Kompetenz und Leistungsbereitschaft, die man als operativer Partner zur Verfügung stellen konnte. 40100 verfügt über 1 900 angeschlossene Fahrzeuge, von de nen bereits 25 Prozent Umwelt-Taxis sind. Das passte zur Öko-Vorgabe des Veranstalters. Die ESC-Taxiflotte bestand aus Hybrid-Fahrzeugen und sechs rein elektrisch betriebenen Teslas. Diese sorgten nicht nur für null Emissionen, sondern auch für das nötige Luxus- Ambiente. ALLE STARS FUHREN MIT DEM TAXI VOR „Wenige Tage vor der großen Show hatte der Wiener Bürgermeister zu einem Empfang eingeladen“, berichtet Hartmann. „Dazu wurden alle Künstler mit Bussen zum Burghof gefahren, wo sie dann für die letzten 100 Meter bis zum Rathaus in unsere Tesla- Taxis umstiegen und unter hoher Medienpräsenz bis vor den roten Teppich chauffiert wurden. „Unsere sechs Tesla-Taxis haben 17 Mal diese Runde gedreht, bis alle Künstler beim Red Carpet abgeliefert waren. Allein bei diesem Event war das taxi.eu-Logo dutzende Male im Blickwinkel der internationalen TV-Kameras.“ Doch nicht nur die medialen Show-Effekte mussten gut organisiert sein, sondern auch die zahlreichen Transfers zwischen der Stadthalle, dem Pressezentrum und den Hotels. Im Handbuch bekamen alle Beteiligten den Hinweis, ihre Taxis über die App mann Waldner, Geschäftsführer der fms Systems GmbH. 40100-Geschäftsführer Martin Hartmann ergänzt: „Wir haben bewiesen, dass sich europäische Taxizentralen zu einer globalen Marke vereinen können, ohne ihre regionale Kompetenz und Eigenständigkeit aufgeben zu müssen. Wir werden künftig immer mehr globale Player als Wettbewerber haben. Unsere Partnerschaft untereinander, aber auch innerhalb des IRU-Taxi-Netzwerks GTN ist die richtige Antwort.“ FOTOS: Taxi 40100 taxi.eu zu ordern. „Die Downloadzahlen und die Bestellraten sind während der Veranstaltungswoche kräftig gestiegen“, berichtet Hartmann. Zusätzlich war man im Pressezentrum mit einem Desk präsent, an dem die Taxis direkt beim Personal der 40100 bestellt werden konnten – inklusive persönlicher Begleitung bis zum bestellten Taxi. 33 Mitarbeiter der 40100 sorgten hier für einen reibungslosen Ablauf. „Die Umweltflotte, eine einfach zu bedienende Bestell-App und nicht zuletzt der persönliche Service vor Ort haben dafür gesorgt, dass wir den Zuschlag bekamen und damit letztlich sogar den Mitbewerber ausschalten konnten, der lange Zeit ebenfalls als Event Supplier im Rennen war“, berichtet Hartmann, sichtlich stolz auf das Erreichte. „Der Knopfdruck auf eine App alleine reicht eben noch nicht, um eine komplexe und exklusive Personenbeförderung durchzuführen.“ jh Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter mit Taxilenker Josef Walter. In den ersten Monaten nach der Gründung von Global Taxi Network (GTN) im November 2014 durch die International Road Transport Union (IRU) im Taxiforum Köln haben sich bereits die meisten der großen nationalen und internationalen Taxi- und Mietwagenverbände mit ihren Applikationen dem Netzwerk angeschlossen. In der letzten Zeit ist es etwas ruhiger geworden um GTN, doch Stuart Colley von IRU Brüssel und Sprecher von GTN hat dafür eine logische Begründung: „Da eine große Anzahl an teilnehmenden Verbänden und Apps involviert ist, spannt sich das Partnernetz bereits über den ganzen Erdball. GTN und seine Partner arbeiten hinter den Kulissen eifrig daran, die unterschiedlichen Apps zu verknüpfen. So werden wir innerhalb der GTN-Familie bald in der Lage sein, den App-Nutzern unabhängig von ihrem Aufenthaltsort ein nahtloses Bestellportal zu bieten. Gleichzeitig arbeiten GTN und seine Partner an einer weltweiten Markenbildung und Vermarktung dieser großen Partnerschaft in der Taxi- und Mietwagenbranche. ECAB: APP MIT SERVICE Sowohl taxi.eu als auch eCab zählen zu den wichtigsten Grün dermitgliedern des GTN-Netzwerks. Während sich taxi.eu darauf konzentriert, seine Marke zusätzlich zu den zwölf Län dern mit FMS-Abfertigungszentren auf weitere Länder zu erweitern (Vor einigen Wochen und Monaten kamen Bel grad, Athen, Istanbul und Köln hinzu), verfolgt eCab eine andere Vorgehensweise: „eCab entstand aus einer internationalen Allianz aus Taxiunternehmen, die eine führende Dienstleistung in der städtischen und digitalen Mobilität aufbauen wollen, indem sie beste digitale Innovation mit lokalem Knowhow kombinieren wollten“, erklärt Niels Kaae von eCab. „Wir sehen uns selbst nicht als Technologieanbieter, sondern als Geschäftspartner mit Einblick und Technologie und dienen immer anspruchsvolleren Kunden mit Werten wie Unkompliziertheit, Zuverlässigkeit, Nähe, Ehrlichkeit und Service.“ eCab entwickelt sein Netzwerk in zwei Richtungen. Zum einen in die geografische Richtung mit immer mehr Partnern in Europa, Nordamerika und Asien. Aktuellster Neuzugang ist Madrid (Start Ende 2015). Außerdem werden gerade fünf Städte in Kanada integriert. Bis Ende 2015 möchte eCab mit 40000 Taxis 50 Städte in neun Ländern und drei Kontinenten abdecken.“ Der Unternehmensstil des Gründervaters von eCab, Taxis G7 in Paris, ist im Bereich der anderen Richtung, die eCab eingeschlagen hat, sehr bemerkenswert: „Eine weitere Dimension ist die Dienstleistungsqualität. In diesem Bereich arbeiten wir sehr eng mit unseren Partnern zusammen, um mehr Dienstleistungen zu entwickeln und bessere Kundenerfahrungen zu liefern“, fügt Kaae hinzu. „Wir bieten in jeder Stadt zwei bis drei verschiedene Dienstleistungsebenen an. Wir sind der Meinung, dass besserer Service die Antwort auf mehr Wettbewerb in einer globalisierteren Welt ist.“ wf 26 TAXI AUGUST / 2015

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