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Taxi Times International - März 2015

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MESSE MESSE Die meisten

MESSE MESSE Die meisten Taxifahrer beim Salon zeigten sich optimistisch bezüglich des neuen Taxigesetzes. 28 Aussteller präsentierten sich auf der Taxiworld Turkey. Ein Seminar handelte von der Rolle von Taxis im Jahr 1914. FRANKREICHS OPTIMISMUS Die letzte Entscheidung zum neuen Gesetz über Taxis und Limousinen ist noch nicht gefallen, aber die Atmosphäre bei der alle zwei Jahre stattfindenden Taximesse Salon de Taxis in Paris war dennoch optimistisch. TÜRKEIS OPTIMISTISCHER MESSESTART Ungewöhnliche Hersteller neben den traditionellen Taximarken. Es war keine Überraschung, dass sich die meisten Seminare der Konferenz Ende Januar um die neuen Gesetze für Taxis und Limousinen (Mietwagen mit Chauffeur) drehten und es dort nur noch Stehplätze gab. Eines der Themen war typisch französisch: Ein Seminar ehrte die heroischen Bemühungen der Pariser Taxifahrer im Ersten Weltkrieg, so viele Soldaten wie möglich an die Marne-Front in der Nähe von Paris zu bringen. Die Renault-Taxis (eines wurde beim Salon ausgestellt) des Taxi unternehmens G3 transportierten 5 000 Soldaten in zwei Tagen. (Die Seminare – in französischer Sprache – können unter www.salondestaxis.com abgerufen werden.) STEIGENDES INTERESSE Mit mehr als 5 000 Besuchern ist der Salon die Hauptmesse in Frankreich. 1998 ins Leben gerufen und von Marc Szperling veranstaltet, ist die diesjährige Messe – die zwölfte – bisher die größte: um 1 000 Quadrat meter mehr als 2013. „Dies betont das steigende Interesse der Zulieferer der Taxibranche,“ so Szperling. „Obwohl Taxifahrer, die die meisten Besucher des Salon stellten, sich um ihre Zukunft Sorgen machen, konnte ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen beobachtet werden. Ich bin mir sicher, dass sich die in Frankreich sehr stark vertretene Taxi branche an die neuen Anforderungen der Kunden anpassen wird.“ »Apps dürfen keine privaten Fahrer mehr vermitteln.« Serge Metz Fast die Hälfte der Ausstellungsfläche war von der größten Pariser Taxi zentrale und ihren Partnern besetzt: Group G7. Dieses Unternehmen fungiert nicht nur als Taxizentrale, sondern verkauft und vermietet auch Fahrzeuge (mit und ohne Lizenzen) und sonstiges Taxi zubehör. Außerdem bietet es Fahrer schulungen an. „Wir freuen uns über das neue Gesetz, über das fast am letzten Tag des Jahres 2014 abgestimmt wurde. Nun hängt es jedoch davon ab, wie die Behörden die illegalen Apps stoppen werden,“ so der CEO von G7, Serge Metz. „Das Gute ist, dass jede App lizenzierte Taxi- oder Limousinenfahrer einsetzen muss. Apps dürfen keine privaten Fahrer und Fahrzeuge mehr vermitteln.“ SEHR NATIONALER MARKT Die hohe Anzahl an Branchen verbänden und Gewerkschaften ist nicht gerade ein Vorteil für die Branche in Frankreich: Etwa zehn (!) waren im Eingangs bereich des Salon vertreten, sie nahmen jedoch bei Weitem weniger Platz ein als die Fahrzeuglieferanten. Skoda, VW, Opel, Renault, Citroën und Mercedes waren unübersehbar, neben eher ungewöhnlichen Taximarken wie Infiniti und Suzuki. Neben den führenden Lieferanten von Dachlichtern und Taxametern auf dem nun offenen französischen Markt (ATA, Kienzle und Hale) konzentrierten sich viele unabhängige und meist französische Lieferanten auf Taxi-Apps, wobei Offwigo eines der interessantesten Start-ups ist. In dieser Hinsicht bleibt Frankreich ein sehr besonderer und eigenständiger, aber auch sehr nationaler Markt. • wf FOTOS: Wim Faber FOTOS: Taxi Times Seit diesem Jahr hat nun auch die Türkei ihre erste Taximesse. In Istanbul zeigten knapp 30 Aussteller ihre Produkte auf der Taxiworld Turkey. Mit einer feierlichen Ansprache durchschnitt Yahya Uğur, Präsident des Istanbuler Taxiverbands, das rote Band und eröffnete damit die erste Taxi-Fachmesse auf türkischem Boden. Dort zeigten sich Verbände, Fahrergewerkschaften, zahlreiche Dienstleister und Anbieter diverser Taxizubehör-Produkte. Fahrzeughersteller waren nicht zu finden, obwohl in der zu gut zwei Dritteln gefüllten Istanbuler Messehalle noch Platz gewesen wäre. Da in Istanbul und anderen türkischen Städten demnächst neue Taxi-Regelungen in Kraft treten, konzentrierten sich die Aussteller auf die Bedürfnisse des Heimatmarktes. Die Digitalisierung schreitet dabei auch im türkischen Taxigewerbe voran. Diverse App-Anbieter wie Takside, IQ-Taxi, Bitaksi (die türkische Variante von mytaxi) oder auch taxi.eu ermöglichen der Branche, die bisher übliche Bestellung an den Halteplätzen um die Ecke um eine weitaus effizientere Methode zu ergänzen. Das bei Bitaksi ausgestellte Taximodell eines historischen „Istanbul T 48“ hatte deshalb einige Symbolkraft: Noch ist der türkische Taximarkt sehr traditionsbestimmt, doch die Zukunft in Form von Smartphone- Apps lauert bereits im Hintergrund. • jh Großes Interesse an der Bestell-App von taxi.eu. Eine Delegation aus Ankara knüpft erste Geschäftskontakte. TAXAMETER- BOOM 17 000 Taxis fahren in Istanbul. Kein Wunder, dass zahlreiche Taxameter-Hersteller ihre Produkte anboten. Neben den türkischen Platzhirschen Alberen und Taksim und dem Neuling ATA auch etliche im europäischen Raum bekannte Hersteller wie Digitax, Taxi tronic und Semitron. Der griechische Hersteller präsentierte als Neuheit den Thermo-Drucker LP 50, der per Kabel oder per Bluetooth mit dem Taxameter verbunden wird. jh 24 TAXI MÄRZ / 2015 25

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