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Taxi Times International - März 2015

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MINDESTLOHN MINDESTLOHN

MINDESTLOHN MINDESTLOHN MINDESTLOHN FÜR ZENTRALPERSONAL 8,50 Euro müssen in Deutschland seit Januar nicht nur den Fahrern bezahlt werden, sondern auch den Mitarbeitern in der Telefonannahme. Wir zeigen zwei unterschiedliche Beispiele, wie Zentralen und Betriebe dieses Problem gelöst haben. Frankfurter Taxizentrale. Der Wermutstropfen: Salimov musste acht Mitarbeiter entlassen, Holl sechs. Der Vorteil: Die Kostenersparnis kommt dem Fahrpersonal zugute. „Das Geld fließt jetzt 1:1 in die Gehälter der Fahrer. Sie haben monatlich 2 000 Euro sicher“, rechnet Salimov vor. „Wir hatten ab Januar einen Lohnanstieg von 30 Prozent zu kompensieren und da wurde jeder Euro zweimal umgedreht, um Einsparpotenziale zu finden“, so Dirk Holl, Prokurist und für die kaufmännische Ausrichtung verantwortlich. „Es traf letztendlich unsere Disposition mit ihren sechs Arbeitsplätzen, da wir ja pro Fahrzeug immer noch einen Fahrer benötigen und auch auf diese angewiesen sind.“ Nun können beide Betriebe weiterhin ihren 24-Stunden-Service bei der Taxibestellung anbieten. Im Idealfall läuft die Vermittlung so reibungslos, dass der Kunde nicht merkt, dass seine Bestellung gar nicht in seiner Heimatstadt aufgenommen wurde. n jh Erleben Sie Flexibilität, Qualität und Individualität mit Sicherheit auf höchstem Niveau! Uwe Franz (rechts) und Rolf Kaden (links) von Löwentaxi besiegeln die Zusammen arbeit mit Hans-Jörg Brauer von Taxi 4233. DIE GETEILTEN MITARBEITER Leere Funkplätze bei Taxi Holl in Gaggenau. Die Anrufer landen bei einem 175 Kilometer entfernten Taxi-Service- Center in Großostheim. Sie sind eigentlich Konkurrenten und arbeiten mit völlig unterschiedlichen Vermittlungs systemen. Trotzdem haben zwei Leipziger Taxizentralen nun einen Weg für eine Zusammenarbeit gefunden. DIE ENTLASSENEN MITARBEITER Viele größere Taxibetriebe in Deutschland vermitteln ihre Fahrzeugflotte über eine eigene Zentrale. Zwei von ihnen haben sich nun größeren Callcentern angeschlossen. Zum einen schreibt es sowieso die Betriebspflicht vor, zum anderen will man den Kunden uneingeschränkten Service bieten: Etliche Taxibetriebe sind an sieben Tagen pro Woche 24 Stunden lang telefonisch erreichbar. Für manche von ihnen ist dies unter Einhaltung der Mindestlohn-Vorgaben nicht mehr wirtschaftlich. Sie reagieren deshalb mit der Schließung der eigenen Vermittlung und leiten ihre Anrufe an ein Taxi-Service-Center weiter. FAHRER HABEN MONATLICH 2 000 EURO SICHER Anrufer bei Taxi Holl beispielsweise landen künftig nicht mehr in der betriebseigenen Vermittlungszentrale in Gaggenau, sondern im 175 Kilometer entfernten Großostheim – bei einem Callcenter, das über die nötige Erfahrungswerte bei der Taxivermittlung verfügt. Auch Elmar Salimov von Blitz-Taxi in Fulda baut auf die Erfahrung von Taxiprofis. Bei ihm landen die Anrufer nun bei Main Taxi, einer FOTO: Taxi Holl FOTO: Löwentaxi Beide haben jeweils einen Arbeitsplatz eingerichtet, von dem aus Aufträge an die Fahrzeuge der Wettbewerbszentrale vermittelt werden können. Nachts und in den Abendstunden unter der Woche sowie am Wochenende nimmt eine Zentrale auch die Be stel lungen der anderen auf. Beide wechseln sich dabei im wöchentlichen Rhythmus ab. Diese Kooperation der Leipziger Löwentaxi-Genossenschaft, eine von Deutschlands ältesten Taxivereinigungen, mit der Zentrale 4233, in Leipzig als „das Taxi mit der Mütze“ bekannt, ist durch aus bemerkenswert, denn beide Zentralen agieren mit unterschiedlichen Vermittlungs systemen. Eine Zusammenführung der Soft- und Hardwarekomponenten in eine Auftragsvermittlung war somit nicht möglich. Deswegen musste man den umständlicheren Weg gehen und die Mitarbeiter der Zentrale auf das jeweils andere Vermittlungssystem schulen. Wer also am doppelten Arbeitsplatz sitzt, kann sowohl die Aufträge der eigenen Zentrale als auch die der Partnerzentrale annehmen. Somit bleibt weiterhin gewährleistet, dass Anrufer auch garantiert ein Taxi ihrer gewählten Zentrale vermittelt bekommen. „Die Eigenständigkeit der beiden Zen tralen wollten wir unbedingt bewahren“, erläutert Hans-Jörg Brauer, Ge schäftsführer beim Taxi mit der Mütze. Der Synergie effekt entsteht durch die Pe rsonal einsparung. „Dadurch sind wir als Zentrale in der Lage, den gesetzlich eingeführten Mindestlohn umzusetzen“, freut sich Uwe Franz, Vorstandsmitglied bei Löwen-Taxi. Für ihn ist dieser Schritt nur der Anfang. „Vorstellbar wäre auch eine Zusammen arbeit bei der Werkstatt, beim Taxameterservice oder bei der Abrechnung unserer Krankenfahrten.“ n jn • Taxi-Lösungen • Absenkfahrzeuge • Chamäleon-Modelle Mobilität ohne Grenzen! aus dem Allgäu MobiTEC GmbH & Co. KG Robert-Bosch-Str. 6 D-88450 Berkheim 8 TAXI MÄRZ / 2015 9 info@mobi-tec.de www.mobi-tec.de Tel.: +49 83 95 / 91 00 89-0

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